... vielleicht ist/war jemand hier in einer ähnlichen Situation und kann mir weiterhelfen ;(
Wie der Titel schon sagt: ich bin seit acht Jahren mit meinem Freund zusammen (ich war 15 als wir uns kennengelernt haben) und wir wohnen auch zusammen. Eigentlich war ich bis jetzt auch immer glücklich. Wir sind quasi miteinander aufgewachsen (er war damals 18) und keiner kennt/versteht mich so, wie er. Er hat mir durch wirklich harte Zeiten (mein Vater ist an Krebs verstorben und ich hatte lange Zeit damit psychisch sehr zu kämpfen und war deshalb auch eine lange Zeit sehr von ihm abhängig) geholfen und bis vor einem halben Jahr konnte ich mit Sicherheit sagen, dass ich ihn nach meinem Studium heirat und eine Familie gründen möchte. Aber nun kann ich mir das jetzt nicht mehr vorstellen.
In den acht Jahren gab es schon mit hin und wieder eine Situation, in der ich einen anderen Mann kennengelernt habe und manchmal sogar etwas für ihn geschwärmt habe. Aber darüber haben wir dann gesprochen und noch kurzer Zeit war diese Phase dann auch vorbei und ich meinen Gefühlen wieder sicher.
Seit Anfang des Jahres (vielleicht auch schon etwas früher) bin ich mir das aber nicht mehr. Auslöser ist aber nun kein anderer Mann. Ich merke, dass es mir jetzt endlich wieder gut geht (auf die Situation mit meinem Vater bezogen) und ich endlich wieder frei leben kann (lange Zeit war ich doch sehr eingeschränkt). Zeitgleich damit habe ich aber auch gemerkt, dass ich mich von ihm entferne.
Ich bin immer noch gerne mit ihm zusammen, da wir uns super gut verstehen. Aber die emotionale Nähe brauche ich nicht mehr. Zum Beispiel haben wir seit mindestens 4 Monaten nicht mehr miteinander geschlafen, da ich dazu keine Lust mehr habe. Auch Umarmungen oder Küsse fühlen sich nicht mehr "richtig" an. Dieser Umstand macht mir sehr zu schaffen. Denn einerseits möchte ich ihn nicht verlieren, aber auf der anderen Seite habe ich das absolut egoistische Bedürfnis nach Freiheit, mich ausleben und überhaupt erst finden zu wollen. Er steht mir dabei zwar eigentlich nicht im Weg, aber ich merke, dass ich mein Leben für mich alleine gestalten möchte. Unsere Vorstellungen von der Zukunft haben sich in diesem Punkt auch extrem verändert: er möchte am liebsten jetzt arbeiten, ein Haus und Kinder haben. Ich möchte das jetzt definitiv nicht. Ich möchte reisen und was erleben, bis ich anfange zu arbeiten.
Er leidet sehr unter dieser Situation, da er natürliche jede Gefühsregung merkt. Wir haben auch schon einige male darüber gesprochen, dass ich mir meinen Gefühle unsicher bin und Angst habe, dass sie freundschaftlich werden. Vielleicht sind sie das sogar schon? Ich weiß es nicht. Ich war noch nie in so einer Situation. Woher weiß man überhaupt, dass es keine Phase ist?
Nach meinem Studium werde ich im Oktober für ein halbes Jahr nach Australien gehen (work and travel). Vielleicht tut mir diese Zeit gut, um mir über meine GEfühle klar zu werden. Aber eigentlich sind meine "Symptome" ja schon recht eindeutig. Vielleicht bin ich auch zu feige das ganze zu beenden? Aber ich möchte auch keine voreiligen ENtscheidungen ziehen - ich meine, wir sind acht Jahre zusammen und vielleicht ist meine Gefühlschaos auch nur eine Phase? ;( Vielleicht ist Australien auch eine Gelegenheit für eine Beziehungspause, damit jeder seine eigenen Wege geht und um sich klar zu werden, wie es weiter gehen soll?
... so viele Fragen und ein riesiges Gefühlschaos aber vielleicht fühlt sich jemand angesprochen und kann mir (vielleicht sogar mit eigenen Erfahrungen) helfen?
Wie der Titel schon sagt: ich bin seit acht Jahren mit meinem Freund zusammen (ich war 15 als wir uns kennengelernt haben) und wir wohnen auch zusammen. Eigentlich war ich bis jetzt auch immer glücklich. Wir sind quasi miteinander aufgewachsen (er war damals 18) und keiner kennt/versteht mich so, wie er. Er hat mir durch wirklich harte Zeiten (mein Vater ist an Krebs verstorben und ich hatte lange Zeit damit psychisch sehr zu kämpfen und war deshalb auch eine lange Zeit sehr von ihm abhängig) geholfen und bis vor einem halben Jahr konnte ich mit Sicherheit sagen, dass ich ihn nach meinem Studium heirat und eine Familie gründen möchte. Aber nun kann ich mir das jetzt nicht mehr vorstellen.
In den acht Jahren gab es schon mit hin und wieder eine Situation, in der ich einen anderen Mann kennengelernt habe und manchmal sogar etwas für ihn geschwärmt habe. Aber darüber haben wir dann gesprochen und noch kurzer Zeit war diese Phase dann auch vorbei und ich meinen Gefühlen wieder sicher.
Seit Anfang des Jahres (vielleicht auch schon etwas früher) bin ich mir das aber nicht mehr. Auslöser ist aber nun kein anderer Mann. Ich merke, dass es mir jetzt endlich wieder gut geht (auf die Situation mit meinem Vater bezogen) und ich endlich wieder frei leben kann (lange Zeit war ich doch sehr eingeschränkt). Zeitgleich damit habe ich aber auch gemerkt, dass ich mich von ihm entferne.
Ich bin immer noch gerne mit ihm zusammen, da wir uns super gut verstehen. Aber die emotionale Nähe brauche ich nicht mehr. Zum Beispiel haben wir seit mindestens 4 Monaten nicht mehr miteinander geschlafen, da ich dazu keine Lust mehr habe. Auch Umarmungen oder Küsse fühlen sich nicht mehr "richtig" an. Dieser Umstand macht mir sehr zu schaffen. Denn einerseits möchte ich ihn nicht verlieren, aber auf der anderen Seite habe ich das absolut egoistische Bedürfnis nach Freiheit, mich ausleben und überhaupt erst finden zu wollen. Er steht mir dabei zwar eigentlich nicht im Weg, aber ich merke, dass ich mein Leben für mich alleine gestalten möchte. Unsere Vorstellungen von der Zukunft haben sich in diesem Punkt auch extrem verändert: er möchte am liebsten jetzt arbeiten, ein Haus und Kinder haben. Ich möchte das jetzt definitiv nicht. Ich möchte reisen und was erleben, bis ich anfange zu arbeiten.
Er leidet sehr unter dieser Situation, da er natürliche jede Gefühsregung merkt. Wir haben auch schon einige male darüber gesprochen, dass ich mir meinen Gefühle unsicher bin und Angst habe, dass sie freundschaftlich werden. Vielleicht sind sie das sogar schon? Ich weiß es nicht. Ich war noch nie in so einer Situation. Woher weiß man überhaupt, dass es keine Phase ist?
Nach meinem Studium werde ich im Oktober für ein halbes Jahr nach Australien gehen (work and travel). Vielleicht tut mir diese Zeit gut, um mir über meine GEfühle klar zu werden. Aber eigentlich sind meine "Symptome" ja schon recht eindeutig. Vielleicht bin ich auch zu feige das ganze zu beenden? Aber ich möchte auch keine voreiligen ENtscheidungen ziehen - ich meine, wir sind acht Jahre zusammen und vielleicht ist meine Gefühlschaos auch nur eine Phase? ;( Vielleicht ist Australien auch eine Gelegenheit für eine Beziehungspause, damit jeder seine eigenen Wege geht und um sich klar zu werden, wie es weiter gehen soll?
... so viele Fragen und ein riesiges Gefühlschaos aber vielleicht fühlt sich jemand angesprochen und kann mir (vielleicht sogar mit eigenen Erfahrungen) helfen?