S****a und ICH

Hibst Du auf und ziehst Du die Bremsen fester und gehst vom Gas?
Ja ich habe die Liebesbeziehung aufgegeben. Aber wie das mit meinem Spleen so ist, versuche ich sie jetzt noch im Dialog festzuhalten und dort etwas Wärme abzustauben. Nicht, dass ich nicht auch Wärme geben würde, mach ich schon, aber ich will sie halt im Kosmos behalten und das ist ja auch wieder nur Druck und sorgt nicht für "Beinfreiheit". Das heißt, in kurzer Zeit wird sie auch das nicht mehr wollen und dann ist der Zyklus, den ich schon einige Male reproduziert habe, wieder geschlossen. Leere Hand. Warum? Weil ich es mir zur Gewohnheit gemacht habe, mir meine "Wertlosigkeit", "Ungeschicklichkeit" zu beweisen; Selbstsabotage; Warum? Weil ich es irgendwie glauben will, ja muss; da kann es dann nur "Wunder" geben wenn doch mal eine Beziehung daraus wird. Naja ich übertreibe, aber es war schon ein paar Mal so.
 
Ja, du siehst es kommen, weil du es kennst. Der Ablauf ist vertraut: Du hältst die Verbindung über den Dialog aufrecht, willst noch ein bisschen Wärme mitnehmen – aber am Ende schaffst du damit nur neuen Druck. Und dann kippt es, genau wie schon ein paar Mal zuvor.

Es ist wie eine Wiederholungsschleife, die sich fast von selbst abspult. Und wahrscheinlich brauchst du es, weil es dir eine bestimmte Geschichte über dich selbst bestätigt. Wertlosigkeit, Ungeschicklichkeit – Worte, die du vielleicht für wahr hältst, selbst wenn du weißt, dass das Quatsch ist.

Steig aus, es würde sich definitiv lohnen!
 
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Ja, du siehst es kommen, weil du es kennst. Der Ablauf ist vertraut: Du hältst die Verbindung über den Dialog aufrecht, willst noch ein bisschen Wärme mitnehmen – aber am Ende schaffst du damit nur neuen Druck. Und dann kippt es, genau wie schon ein paar Mal zuvor.

Es ist wie eine Wiederholungsschleife, die sich fast von selbst abspult. Und wahrscheinlich brauchst du es, weil es dir eine bestimmte Geschichte über dich selbst bestätigt. Wertlosigkeit, Ungeschicklichkeit – Worte, die du vielleicht für wahr hältst, selbst wenn du weißt, dass das Quatsch ist.

Steig aus, es würde sich definitiv lohnen!


Danke für deinen Zuspruch!

Ich muss es übers Herz bringen zu schreiben "Danke, sorry, bist toll, machs gut." (Kurzform) Das hab ich fast noch nie geschafft jemals zu irgendwem zu schreiben. Das kulminiert in einem irren Druckgefühl bevor ich es absende und dann tu ich's nicht, formuliere neu, brech' wieder ab und beginne zu hoffen aufs "Wunder" - oder zu warten dass sich alles wieder bestätigt. Und manchmal bin ich wenn ich's schrieb schnell wieder umgekippt.

Hab's meist nur (annähernd) dauerhaft geschafft, wenn ich dafür gesorgt habe, dass mich das Gegenüber gar nicht mehr leiden kann zum Beispiel durch Hohn oder einen heftigen verbalen Angriff. Da will ich aber nicht hin und das hat diese Frau überhaupt in keiner Weise "verdient".
 
Und auch du hast es nicht verdient, dich selbst auf diese Weise zu quälen. Am Ende fällt all das auf dich zurück – der Frust, die Schuldgefühle, das Hin und Her. Es gibt andere Wege, Abstand zu gewinnen, ohne dich selbst oder die andere Person in eine Spirale aus negativen Emotionen zu ziehen.

Gab es einen bestimmten Auslöser, weshalb du so denkst und reagierst? Oder einfach eine Kumulation von diversen Vorfällen?
 
Und auch du hast es nicht verdient, dich selbst auf diese Weise zu quälen. Am Ende fällt all das auf dich zurück – der Frust, die Schuldgefühle, das Hin und Her. Es gibt andere Wege, Abstand zu gewinnen, ohne dich selbst oder die andere Person in eine Spirale aus negativen Emotionen zu ziehen.

Gab es einen bestimmten Auslöser, weshalb du so denkst und reagierst? Oder einfach eine Kumulation von diversen Vorfällen?

Dank der Internetanonymität ist es mir nicht zu peinlich darüber zu sprechen.

Es gab viele Auslöser in meiner Jugend. Zunächst hatte ich ein übertrieben positives Bild von mir selbst, der kleine König der fast alles kann (so wie manche Jungs erzogen werden auch wenn nicht so viel dahintersteckt). Bei mir ist das aber zerbröselt (bei anderen bleibt es ein Leben lang). Dann kamen ein paar schmerzhafte Erfahrungen mit Mädchen, aber vor allem die Überzeugung, dass "mich keine will" und so. Ich habe mich - Kernpunkt mein Aussehen - selbst abgelehnt und mich oft geschämt. Dann sicher die ein oder andere Depression, auch längere, damals nicht diagnostiziert, eine nach der Schule d.h. es hat bis ca. Ende 22 Jahre gedauert bis zum ersten Kuss, der nebenbei wegen der Frau furchtbar war (Zahn auf Zahn...). Etwas später weitere Erfahrungen usw. Aber immer wenn mich jemand geflasht hat oder eine Nähe schnell entstanden ist, wollte ich gleich "alles" d.h. Beziehung, Zu-mir-stehen, weil es ja so sehr am Selbstbild kratzt wenn es einen Schwebezustand oder eine langsame, ungewiße Entwicklung gibt. Auf diese Weise wurden einige eigentlich heiße Affären / Möglichkeiten für mehr zu einer Katastrophe weil ich quasi nach dem ersten oder ein paar mal Sex Klarheit wollte was das nun ist. Naja, ein paar Beziehungen gab es trotzdem, aber mit den besten Frauen hat es auch nicht geklappt weil ich sie zu sehr für mich wollte (Einengung, Symbiosesehnsucht). Aber bei Flashs bin ich sofort 100% dabei und hoffe, dass es die Frau ist, die mich 100% gut findet, weil ich es ja noch immer nicht selbst tue. Kompensation von außen. Im Endeffekt hat sich meine Meinung über mich selbst zwar etwas entwickelt, aber bei der Frage ob ich gut bin und man mich richtig lieben kann, da falle ich schnell in negative Einschätzungen zurück -> Pessimismus bricht auch wenn es gut losgeht immer wieder herein.
 
Danke für deinen Zuspruch!

Ich muss es übers Herz bringen zu schreiben "Danke, sorry, bist toll, machs gut." (Kurzform) Das hab ich fast noch nie geschafft jemals zu irgendwem zu schreiben. Das kulminiert in einem irren Druckgefühl bevor ich es absende und dann tu ich's nicht, formuliere neu, brech' wieder ab und beginne zu hoffen aufs "Wunder" - oder zu warten dass sich alles wieder bestätigt. Und manchmal bin ich wenn ich's schrieb schnell wieder umgekippt.

Hab's meist nur (annähernd) dauerhaft geschafft, wenn ich dafür gesorgt habe, dass mich das Gegenüber gar nicht mehr leiden kann zum Beispiel durch Hohn oder einen heftigen verbalen Angriff. Da will ich aber nicht hin und das hat diese Frau überhaupt in keiner Weise "verdient".

So ich habe es getan - war nicht so schwer weil vieles ja schon klar war. Aus therapeutischen Gründen (und vielleicht weil es jemand interessant findet) hier mein Abschiedstext:

S****a, das fällt mir jetzt schwer. Es war schön, komisch und frustrierend, dir zu begegnen. Ich würde total gerne mit dir in Kontakt bleiben, habe dich - es ist komisch und du mich nicht so, leider aber verständlich - ins Herz geschlossen. Ich habe auch unseren gedanklichen Austausch bis jetzt gemocht, hat mir viel gegeben und ich hätte dich so gerne als Vertraute, eine wie dich. Nur scheint es auch hierbei für mich viel mehr zu bedeuten, auch wenn ich gar nicht weiß wie du ihn findest, kanns nur indirekt abschätzen. Vielleicht hat er dir auch etwas gegeben. Hast es nicht mitgeteilt.
Ich kann den ungewissen Zustand - nerv' ich dich auch beim nicht "über uns" schreiben, hat du in Summe negative Gefühle für mich? - nicht aushalten. Das tut mir leid. Ich bin halt schwach bei sowas. Wenn ich dich sehr geärgert haben sollte: Entschuldigung. Ich bin bei der ersehnten Nähe in desaströsen Zirkeln gefangen. Nun ist es vorbei. Ich sage es noch ein Mal: Du bist eine tolle Person. Du bist bei weitem nicht wie "jede andere". Das ist Fakt. Du sagst, du brauchst keine guten Wünsche und kein Glück, du wuppst alles. Ich wünsche es dir.
Machs gut meine estnische Sturmwolke, S******** der Einsame.

PS: Es bleibt bei dem was ich schrieb - wenn du mich kontaktierst, bin ich da. Ich vertraue darauf, dass du jetzt etwas weißt, wie ich bin und was mir teuer ist.





Fini.
 
Ja, das tut natürlich weh, aber immerhin hast du jetzt Klarheit.

Was ich nicht ganz verstehe - wieso sprichst du von "intim"? Ihr hattet keinen wirklichen körperlichen Austausch wie Küssen etc. Oder hab ich da was verpasst? Meinst du eher eine emotionale Nähe oder dieses Gefühl, dass es intim hätte werden können?



Definitiv! Wo du in der ganzen Sache jedoch sichere und zuverlässige Anzeichen gesehen hast, entzieht sich mir..

Alles Gute für dich!
Doch wir hatten körperlichen Austausch, kuscheln, sanfte Küsse, aber keinen Sex. Und was die Themen angeht das habe ich oben genannt. Das sind jetzt nicht Sachen die man allen Leuten und auch noch ungefragt erzählt. Aber das hat sie, sie hat mich enorm ins Vertrauen gezogen. Wenn das am frühen Morgen in einer Aufforderung, Nummern zu tauschen (es geht weiter!) und einem Vorschlag für einen Quickie kulminiert (das Wort ist - der ganze Satz war nicht klar verständlich - gefallen und sie wollte auch, dass ich bleibe) dann weiß ich jetzt nicht, was da nicht intim sein soll. Das ist quasi das volle Programm. Ich habe es wie gesagt als Overtüre gesehen, ich habe nicht gedacht "das ist die Chance zu vögeln" sondern "das kann was werden, wir verstehen uns und sie vertraut mir, ich kann mich auf ein Wiedersehen freuen". Woher sollte ich zu diesem Zeitpunkt wissen, dass sie den ganzen Abend vergessen würde und dass sie nüchtern so so so sehr anders ist? Vielleicht fehlt mir Erfahrung damit, aber woher sollte ich es denn sicher wissen, dass das und die Aussage "Du bist etwas GANZ besonders" einfach nur einer Stimmung geschuldet sind? War vielleicht naiv aber ich steckte in der Situation und niemand sonst. Versteht ihr?
 
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Das passiert dir also mit jeder netten Frau, die sich dir im Rausch um den Hals wirft? Ist das die Angst davor, abgeleht zu werden?
Hast du irgendwelche Suchterkrankungen?
 
Das passiert dir also mit jeder netten Frau, die sich dir im Rausch um den Hals wirft? Ist das die Angst davor, abgeleht zu werden?
Hast du irgendwelche Suchterkrankungen?

Ja das passiert dann mit jeder guten, und es passiert mir nicht nur im Rausch. Ja, ist die Angst abgelehnt zu werden, hab ich auch schon versucht rüberzubringen. Sucht? Nachdenken vielleicht und Alleinsein.
 
Ja stellt sich mir die Frage, welche Ihrer Persönlichkeit, Dir da besser gefiel oder ob Sie Dich sowohl süß auch interessiert.

Die Partyfrau war schon schwer zu schlagen. Die andere Person ist auch sympathisch, aber verschlossener, mehr bei sich und insgesamt ernst.

Jetzt ist es aber auch egal. Ich gehe heute das erste Mal seit 2 Wochen schwimmen, das wird mir sicher erstmal gut tun. Und eigentlich war ich als ich sie traf und die aufwühlenden Tage danach auch noch krank, war auch keine gute Voraussetzung für diese Begegnung, weil mich das sicher stärker mollig gestimmt hat als es sonst gewesen wäre.

Aber es ist vorbei vorbei vorbei. Falls ich in Groove komme, gehe ich dieses Wochenende wieder aus und beginne zu vergessen. Hoffentlich.
 
Black_Swan, ich möchte versuchen dir eine andere Perspektive aufzuzeigen, weil ich den Eindruck
habe, du hast gar nicht verstanden, mit wem du es zu tun hattest.
Partygirl war in ihrem "Zustand" nicht auf der Suche nach einem verständnisvollen Mann, der sich
um ihre Baustellen kümmern sollte, sie suchte nur jemanden, der sie auf ihrer Flucht vor der
Realität über körperliche Zuwendung, ohne Ansprüche zu stellen, bestätigt.
Das hättest du aber auch jeder andere sein können.
Gerne aber Männer, die ähnlich unterwegs sind, die es nach dem Sex eilig haben und ihr nicht damit
drohen, sich wieder zu melden.
Das Alkohol betäubt und enthemmt, ist dir doch sicher auch bekannt ?
Wer viel bzw. zu viel trinkt, tut das nicht, weil Alk so prima schmeckt, es wird gesoffen, um sich
eine Auszeit vom Alltag zu gönnen.
Auf jemanden zu treffen, der sie ernst nimmt, der ihr helfen will, statt mit ihr ins Bett zu gehen,
ist aus deiner Perspektive löblich, aber lästig für sie, weil am Ziel vorbei.
Du schreibst, du willst ausgehen und vergessen, wer soll dir dabei helfen, der nächste Pflegefall,
dem du dich aus Einsamkeit und Dankbarkeit beachtet zu werden, wieder vor die Füße wirfst ?
Denn genau da liegt dein Problem.
Neben all den Sehnsüchten und enttäuschten Hoffnungen die dich plagen, geht es dir noch
darum eine Frau zu finden, die zu dir passen könnte, oder geht es nur noch darum, noch Eine
abzukriegen, um nicht mehr allein zu sein ?
Das ist eine wichtige Frage, die du dir selbst beantworten mußt, damit du eben nicht mehr all in
gehst, nur weil eine x-beliebige Frau durch dein Bild gelaufen ist.
Wer bist du, wen suchst du, definiere das. Deine Werte. Deine Ansprüche.
Wenn du weißt wer du bist, findest du auch wonach du suchst.

Gruss, Suppe
 
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Black_Swan, ich möchte versuchen dir eine andere Perspektive aufzuzeigen, weil ich den Eindruck
habe, du hast gar nicht verstanden, mit wem du es zu tun hattest.
Partygirl war in ihrem "Zustand" nicht auf der Suche nach einem verständnisvollen Mann, der sich
um ihre Baustellen kümmern sollte, sie suchte nur jemanden, der sie auf ihrer Flucht vor der
Realität über körperliche Zuwendung, ohne Ansprüche zu stellen, bestätigt.
Das hättest du aber auch jeder andere sein können.
Gerne aber Männer, die ähnlich unterwegs sind, die es nach dem Sex eilig haben und ihr nicht damit
drohen, sich wieder zu melden.
Das Alkohol betäubt und enthemmt, ist dir doch sicher auch bekannt ?
Wer viel bzw. zu viel trinkt, tut das nicht, weil Alk so prima schmeckt, es wird gesoffen, um sich
eine Auszeit vom Alltag zu gönnen.
Auf jemanden zu treffen, der sie ernst nimmt, der ihr helfen will, statt mit ihr ins Bett zu gehen,
ist aus deiner Perspektive löblich, aber lästig für sie, weil am Ziel vorbei.
Du schreibst, du willst ausgehen und vergessen, wer soll dir dabei helfen, der nächste Pflegefall,
dem du dich aus Einsamkeit und Dankbarkeit beachtet zu werden, wieder vor die Füße wirfst ?
Denn genau da liegt dein Problem.
Neben all den Sehnsüchten und enttäuschten Hoffnungen die dich plagen, geht es dir noch
darum eine Frau zu finden, die zu dir passen könnte, oder geht es nur noch darum, noch Eine
abzukriegen, um nicht mehr allein zu sein ?
Das ist eine wichtige Frage, die du dir selbst beantworten mußt, damit du eben nicht mehr all in
gehst, nur weil eine x-beliebige Frau durch dein Bild gelaufen ist.
Wer bist du, wen suchst du, definiere das. Deine Werte. Deine Ansprüche.
Wenn du weißt wer du bist, findest du auch wonach du suchst.

Gruss, Suppe

Das was du schreibst macht viel Sinn. Aber sag mal warum diese Frau mir ungefragt all diese Dinge aus ihrer Vergangenheit aufgetischt hat (Post #17 enthält das)? Das ist nämlich eine andere Ebene, die das ganze interessanter und für mich verhängnisvoller macht. Das hat mein Nähesehnsucht getriggert. In meiner Welt erzähl ich sowas nicht einfach so und nicht einfach irgendwem und deshalb hat sie mich so schnell und sehr fangen können. In meiner Welt sag ich auch nicht jemandem nach einem Abend "Du bist etwas ganz besonderes" wenn ich es nicht so meine. Ich bin vielleicht naiv, mag sein; vielleicht sagen sowas alle Möglichen Leute - Frau und Mann - um zum schnellen Sex zu kommen. An diesem Abend hat sie aber nicht irgendwen oder alle möglichen sondern mich ausgewählt, mich von meinem Spot mitgenommen und all das.
Und das andere was nicht alltäglich in meiner Welt ist und mich auch ein Megahirnfick war, ist dieses vollständige Vergessen. Das hab ich hier in dem Thread auch weit und breit geschildert. Da komm ich nicht drauf klar. Und nimm die beiden Sachen zusammen und ich bin halt völlig gef****t und Fall ins Loch in dem ich ganz klein und anhänglich werde. Das ist blöd und hat keinen Sinn, das stimmt. Für mich ging es nach der zweiten nüchternen Begegnung darum, wieder irgendwie normal im Kopf zu werden und von ihr wegzukommen ohne verbrannte Erde. Das habe ich geschafft, aber mein Gefühl bleibt erstmal weit unten.

Ich danke dir trotzdem für deinen Beitrag Suppe. Den letzten Fragen die du stellst, denen will ich mich noch widmen. Ich möchte nicht irgendeine Frau, ich habe Ansprüche natürlich auch ich. Meine tiefe Sehnsucht ist Symbiose, dass das infantil ist weiß ich aber so ist es, das krieg ich glaub nicht mehr aus mir raus. Und das kann auf Dauer ohnehin keine Beziehung halten. Trotzdem suche ich das. Wenn dann eine so ankommt wie S****a, dann trifft die genau den Punkt. Das macht doch nicht jede, die meisten muss man selber ansprechen und die tischen dir nicht gleich ihre Traumata auf, das erzeugt irre Nähe weil es Vertrauen zeigt, Vertrauen in MICH. Da geht im Hintergrund in meinem Kopf - jetzt im Nachhinein drüber nachgedacht - direkt so ein Bonny & Clyde Trip los natürlich ohne heavy Crime ;) Das fühlt sich an, als wolle sie von mir auch emotional aufgefangen werden oder zumindest etwas loswerden, wieder: Woher soll ich denn ahnen, dass das nichts damit zu tun hat, dass sie sich bei MIR wohl fühlt?

Und doch hast du Recht, dass dieses "irgendeine" schon auch ein Thema ist, eben weil man dann erstmal nicht alleine wäre. Ich habe im Nachtleben je nachdem wie man zählt vielleicht 4 Beziehungen gefunden, die waren natürlich nicht alle lang und super intensiv. Aber es kann funktionieren, das habe ich erlebt. Deswegen ging ich da jetzt auch nicht rein mit irgendwelchen großen Vorsichten. Aber die anderen haben in der Regel nicht so viel oder gar nichts getrunken... da ist was dran.

Nagut, hab deinen Beitrag nochmal gelesen. Du willst mir sagen: egal wie sich jemand der ziemlich betrunken ist aufführt, glaub nicht dass das wirklich diese Person ist oder zumindest nicht die nüchterne Person. Fang nicht an dich in Besoffene zu verknallen, triff sie jedenfalls nüchtern bevor du dich dranhängst. Was auch immer die Betrunkene Person für Gefühle in dir auslöst, nimm das nicht so ernst, bleibe auch bei Euphorie skeptisch. Du hast Recht. Recht! Sag mir bitte noch was ich machen kann um bei Euphorie skeptisch (vorsichtig zu bleiben), wenn du eine Idee hast.

Es stimmt, ich gehe auch weg um vielleicht ne süße Frau kennenzulernen, aber an vielen Abenden bin ich mir genug mit der Stimmung, den Bewegungen und der Musik. Ich habe mir eigentlich vorgenommen, sobald ich auf etwas Lust habe, all in zu gehen. Es ist dreimal besser als sich das Hirn zu zerf****n und danach zu bedauern, was man vielleicht für eine Chance verpasst hat. Es ist natürlich je heißer oder süßer eine Frau ist immer schwerer, es auch wirklich zu machen d.h. Kontakt aufbauen und ansprechen, aber das ist immerhin auch eine Challenge und wenn es klappt - selbst bei Abfuhr - habe ich Selbstwirksamkeit gezeigt. Das ist mein Standpunkt dazu. Wie findest du den?
 
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Black_Swan, ich schicke dir mal eine Tüte Gelassenheit rüber, weil du die brauchen wirst, wenn ich
deine naive Vorstellung von Liebe und Beziehung einer realen Beziehung gegenüberstelle.
Denkst du ernsthaft, Beziehungen fallen uns einfach so vor die Füße ?
Ich bin in einer Beziehung, ich kann nach 20 Jahren sagen, wir kennen uns, wir teilen die gleichen
Werte, wir haben gemeinsame Ziele. War das immer einfach, oder Zufall ? Nein.
Wir waren zwei sehr unterschiedliche Menschen, die sich voll verliebt in totaler geistiger Umnachtung
aufeinander eingelassen haben. Tja, nach ganz viel Liebe und Euphorie kam dann der Alltag, eine
gemeinsame Wohnung, wofür geben wir Kohle aus, wollen wir Kinder in die Welt setzen ? Denn ja,
so blöde das für dich jetzt noch klingen mag, darum geht es doch, sich zusammen einen Plan fürs Leben
zu machen. Höre ich dich lachen ? Glaub mir, auch dich wird dieser Fluch treffen.
Er wollte Kinder, ich nicht. Da hatten wir die erste Krise.
Dann wollte er heiraten, ich nicht. Die zweite Krise.
Nach 20 Jahren sind wir verheiratet aber kinderlos. Ein Kompromiss.
Und so geht es immer weiter, bis sich irgendwann der Deckel einer Kiste über dir schließt.

Und nun sag, was darf es für dich sein ?
Ne tanzende Säuferin im Arm, oder eine Partnerin, mit der du eine Zukunft haben kannst ?
 
Das kommt auf meine Verfassung an...
Amore ohne Eskapade ist keine. Blöd ist nur, dass meine Psyche diesem Wunsch nicht gewachsen ist ;)
Du hast es schön geschrieben. Aber jeder weiß - oder fast jeder - dass einige Dinge in langen Beziehungen verblassen, dann kann man auch schon mal fragen, ob die in Langzeitbeziehungen nicht ebenfalls nicht alleine sein können (nicht alle natürlich, es gibt viele gute Beziehungen).
Was mich persönlich angeht - ich hab ja schon genug Seelenstriptease betrieben, da kommt es darauf nun auch nicht mehr an - ist es eher so, dass ich keine echte Zukunft so selbstgestaltet, zielstrebig, sehe. Rasender Stillstand um eine gängige gelehrte Metapher zu bemühen wurde nun zu Stillstand. Und deswegen haben die ganzen Kleinigkeiten und irgendwelche zugedröhnten Partymäuse mit Geschichte (die also aus meiner Sicht was erlebt und was gemeistert haben, denen wurde das Leben nicht so geschenkt wie den allermeisten die ich so kenne, die sich als voll individuell und self-made-persons verstehen; das find ich einfach - gerade wo ich es nicht hinkriege - mega krass, bewundernswert und irgendwie kommt der Impuls mich da mit "dranzuhängen" an die Stärke), Dachschaden und Charakter für mich Bedeutung.
Guck mal, wenn alle so rational, abgeklärt und vernünftig wären, wie könnte dann die Welt in den Nischen und hinter den Fassaden so ein Sündenpfuhl sein? Und wie langweilig wäre sie? Ich hab diese Souveränität nicht, ich bin geworfen in mancherlei Schwäche und wenn man nur genug hinguckt findet man sie allerorten, sie wird nur durch Routinen überspielt. Ich liebe Dostojewski. Warum wohl? Weil manche Figuren an sich selbst verzweifeln. Solche Menschen wandeln unter uns ob wir es wollen oder nicht. Ich glaube das führt hier ins Nirgendwo, worum sollte es gehen? Ein Satz noch dazu: Am Ende liegen wir alle im Sarg und von dem Ende her ist alles was davor war egal. Mein Lebenssinn ist vielleicht teilnehmende Beobachtung im Theater der absurden Charaktere. Oder auch so: Alles um uns rum ist so organisiert und verwaltet, wir leben quasi in Kokons, da fehlen mir scheinbar die Aufregung und der Schmerz (das mir der fehlt das stimmt natürlich nur zum Teil). Und ich spiele immer wieder das gleiche Theaterstück auf, in wechselnden Rollen der anderen Hauptrolle: Frau ist stark und hat was Dunkles an sich, ich fahr ab und bewundere sie, will mich an sie hängen aber sie hat eigene Wege, ich verzweifle an ihr, mein Symbiosewunsch wird frustriert, Gehirnf**k, Aporie, Leid, mehr Leid, Wut, sie geht, ich traurig und in meiner Schwäche und Nichtigkeit bestätigt, irgendwann ich mit Wut gegen das eigentliche Liebesobjekt. Vorhang zu. Nächste Vorstellung. Aber jedes Stück hat seine Finessen und Variationen, wie in der griechichen Tragödie.

Ich respektiere deine Lebensweise und deine Ansichten. Die Niederungen der Ebene sind sicher gesünder als die Höhenluft (der Grabdunst wohl eher..). Im Endeffekt bin ich jemand der selbst bequem ist weil er den Anspruch hat dass das Gewünschte einfach so gehen soll - statt mit der von dir geschilderten Arbeit.
 
Black_Swan, ich schicke dir mal eine Tüte Gelassenheit rüber, weil du die brauchen wirst, wenn ich
deine naive Vorstellung von Liebe und Beziehung einer realen Beziehung gegenüberstelle.
Denkst du ernsthaft, Beziehungen fallen uns einfach so vor die Füße ?
Ich bin in einer Beziehung, ich kann nach 20 Jahren sagen, wir kennen uns, wir teilen die gleichen
Werte, wir haben gemeinsame Ziele. War das immer einfach, oder Zufall ? Nein.
Wir waren zwei sehr unterschiedliche Menschen, die sich voll verliebt in totaler geistiger Umnachtung
aufeinander eingelassen haben. Tja, nach ganz viel Liebe und Euphorie kam dann der Alltag, eine
gemeinsame Wohnung, wofür geben wir Kohle aus, wollen wir Kinder in die Welt setzen ? Denn ja,
so blöde das für dich jetzt noch klingen mag, darum geht es doch, sich zusammen einen Plan fürs Leben
zu machen. Höre ich dich lachen ? Glaub mir, auch dich wird dieser Fluch treffen.
Er wollte Kinder, ich nicht. Da hatten wir die erste Krise.
Dann wollte er heiraten, ich nicht. Die zweite Krise.
Nach 20 Jahren sind wir verheiratet aber kinderlos. Ein Kompromiss.
Und so geht es immer weiter, bis sich irgendwann der Deckel einer Kiste über dir schließt.

Und nun sag, was darf es für dich sein ?
Ne tanzende Säuferin im Arm, oder eine Partnerin, mit der du eine Zukunft haben kannst ?

Deine Plädoyer und Beispiel klingt so, als wärt ihr eine winzige Besatzung eines Schiffes, dass ihr gebaut habt, zusammen steuert und über Wasser haltet. Das muss man auch mögen? Man ist ja dauernd damit beschäftigt aber ich verstehe den Reiz daran schon. Obwohl: Wenn ich so drüber nachdenke, ist das einem Einerkajak jedenfalls vorzuziehen.
 
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Der Blinde nützt dem Lahmen.
So läuft das in Beziehungen, man verbündet sich.
Und ganz nüchtern, wer sich an fremde Energien hängen und mitziehen lassen will, wird zu Ballast.
Mir geht es nicht um unterschiedliche Lebensformen, sondern um emotionale Stabilität.
Um bei dem letzten Beispiel zu bleiben, sie hat dich ausgesucht, sie hat dir Zeit und Energie geklaut
und sie hat dich abgeschossen. Wo warst du, kamst du überhaupt vor ?
Ja, du hast jetzt Drama und fühlst Schmerz, wenn es dir darum ging, hast du alles richtig gemacht.
Vielleicht merkst du aber auch langsam in welcher Falle du sitzt, denn wenn man sich abhängig macht,
bestimmen andere über dein Leben. Wäre schade um dich, denn du bist jemand, hast viel zu sagen,
es lohnt sich dir zuzuhören.
Sich nach unten zu orientieren, ob aus Bequemlichkeit oder aus Angst nicht zu genügen, bietet dir
keinen Spielraum für Entwicklung. Man lernt nur, auf mehr und mehr zu verzichten.
Deine Plädoyer und Beispiel klingt so, als wärt ihr eine winzige Besatzung eines Schiffes, dass ihr gebaut habt, zusammen steuert und über Wasser haltet. Das muss man auch mögen? Man ist ja dauernd damit beschäftigt aber ich verstehe den Reiz daran schon. Obwohl: Wenn ich so drüber nachdenke, ist das einem Einerkajak jedenfalls vorzuziehen.
Hast du schön formuliert, danke.
Ist weniger anstrengend als von dir befürchtet. In der Sonne an Deck zu liegen, kann man genießen.

Hat Spaß gemacht ;)